Eine vertraute und doch fremde Zeit.
Urbane Romantasy mit Lichtspielereien aus Deutschland.
X Falkenbourg, 👣 auf neuen sowie alten Gleisen.
Götternebelbänke
hoch über der Stadt.
Mitnichten erwachende,
uralte Aphorismen,
in hehrem Glanz …
Immerzu, seit Jahren
nur konventionelle,
peinlich blasphemische
Selbstherrlichkeit.
Achtung: Die Geschichte beleuchtet Abgründe, die verstören können

1978
Warte wühlt im großen Schrank, mit all seinem alten Gerümpel, über das sie seit Jamys Rückkehr diskutieren. Der starrt unentwegt auf das Schwert in Wartes Hand, glaubt, es könne wichtig sein. Jamy wirkt mit einem Mal richtiggehend aschfahl: „Himmel, ich hab‘s. Endlich! Das ist es, mein Freund! Das seit Jahrtausenden verschollene Königsschwert des Waldthrons.“ Er schluckt: „Du musst es nun dem übergeben, für den es so lange verwahrt wurde.“ Warte ist irritiert: „Ist das eine Weissagung? Nicht mal deine Stimme klingt nach dir …“ Jamy: „Nicht ich bin es, den wir hinterfragen sollten. Wie alt bist du tatsächlich? Von wegen blutjung … du weißt augenscheinlich nicht sehr viel … Kronjuwelen der Alten Welt wurden hier im Niemandsland verborgen. Dir am Ende vor Jahrtausenden überantwortet? Und ich durfte dich finden, sie ihm zu überreichen.“ Heißer Atem streift Wartes fröstelnden Arm. „Der Waldkönig. Er wurde jüngst gefunden. Ein Gefecht in Fürth lüftete die Schleier. Obschon sie versuchen, wie so üblich, alles sauber unter den nächsten Teppich zu kehren. Das weißt du wohl gar nicht?“ Wartes Schultern zucken: „Du hast nichts erzählt. Niemand sonst interessiert sich für eine fremde Welt hinter den Nebeln. Fürth ist dort gewiss eine wichtige Stadt?“ Genauso gut hätte er sagen können: „Niemand außer dir quert den Eisbach“; es begreift keiner, wie leicht es ist, wegzugehen, etwas zu verändern.
xfw fürth grafikdesign sylvia horski























