Eine vertraute und doch fremde Zeit.

Kennst du den Traum in dir?
Er wacht verborgen und oft
unerkannt tief in Dir drin.
Du kennst ihn nicht?
Er ist oft unbeherrscht,
erwacht im Augenblicke
Deiner Niederlage,
der tiefen Traurigkeit um Dich.
Erblüht als Sehnsucht in Dir auf,
umnebelt Dich.
Du hältst Dich fest an diesem Traum,
gewahrst die Wirklichkeit nicht mehr.
Schwebst nur umher im Lichterglanz
im Spiegel Deiner Augen.
Freust Dich an jedem Sonnenstrahl,
dem Spatz im Laub,
dem Frosch am Teich,
am Blätterrauschen,
der Beweglichkeit
des Lebens ringsum.
Hast Du hineingeschaut,
Dich hier gefunden?
An jeder Stelle voller Seligkeit
die Worte nachempfunden?
Die Sehnsucht nun erwacht in Dir
nach jenem Traum.
– Willst Du ihn finden?
Lass den Gefühlen freien Lauf.
Dich nur von Lust beherrschen.
Nimm in Dich auf die freie Welt,
die Unbezähmbarkeit.
Gib der Natur nur, was sie will
und fürchte Dich nicht mehr.
– Sei einfach Mensch!
So offen, frei und fehlerhaft
begegnest Du Dir selbst.
Nicht vor dem Spiegel,
wie Du glaubst, nur in Dir selbst.
Du findest den Schwerpunkt,
der Dich lenkt,
den Wunsch, der jetzt erwacht,
zu neuen Kräften ist gekommen.
In Sehnsucht voll erblüht,
nicht nur das Herz erfüllt,
auch den Verstand.
Dir Wege bahnt zum großen Ziel.
Dir preisgibt Deinen Traum.
Hast Du ihn jetzt erkannt?
So werde Mensch.
Andrea-Bex Schaumburg
fiktive Figur unterm Schattenbaum





